Inmitten der Altstadt
Der sagenhafte Panorama-Blick über die Altstadt von Marrakesch, dem nur noch vom herrschaftlichen Atlas-Gebirge Einhalt geboten werden kann, gleitet über die Dächer einer jahrhundert alten Medina, hin zur Koutoubia, angelockt von Palmenzweigen, die sich sacht im Wind wiegen in den Gärten des Bahia Palastes, tief hinunter in die an das Riad angrenzenden Gassen, verliert sich in der Menschenmenge, in zahllosen Auslagen der kleinen Geschäfte, lässt sich gefangen nehmen von der Vielfalt des Dargebotenen und träumt bei einem Glas Minz-Tee von einem eigenen Stück orientalischer Wirklichkeit.
Augen geschlossen, der Schein der Sonne gegen das königliche Blau des Himmels kämpfend, empfindet man sich behütet in einen Dämmerzustand versetzt durch den Ruf des Muezzin, der die Gläubigen zum Gebet auffordert, durch den rhythmischen Klang der Trommeln auf dem Jamal El Fna, der mit dem Wind wie auf einem fliegenden Teppich in die Stadt getragen wird, hin zu den Häusern, hinauf an den Mauern, auf die Terrassen, wo er einen umwirbt und zuletzt auffordert, ein Teil eben dieser Geschehnisse einer anderen Zeit zu werden.
